Am 23.02.25 ist die Bundestagswahl. Gestern waren wir vor der Mensa mit einem Infostand und haben darüber aufgeklärt, wie Parteien und Kandidat*innen zum Thema Gesundheitsversorgung für Menschen ohne reguläre Krankenversicherung stehen. Dafür haben wir die Wahlprogramme der großen, demokratischen Parteien analysiert und die Direktkandidaten in Marburg befragt.
Fehlt euch noch ein Geschenk für Weihnachten oder eine andere Gelegenheit? Möchtet ihr etwas schenken, was nicht nur den Beschenkten eine Freude macht, sondern auch dazu beiträgt, das Menschenrecht auf Gesundheit zu fördern?
Dann haben wir jetzt die perfekte Möglichkeit für euch – so geht es:
Anschließend schreibt ihr uns eine Mail an info@medinetz-marburg.de mit folgenden Informationen: Namen der Schenkenden und der Beschenkten, so wie sie auf der Urkunde erscheinen sollen, Höhe des Spendenbetrags – und falls ihr eine Spendenquittung möchtet bitte auch eurer Adresse.
Wir senden euch dann eine liebevoll gestaltete Spendenurkunde zu – nur noch ausdrucken und fertig ist euer Geschenk!
Danke für eure Unterstützung und wir wünschen euch allen wunderschöne Festtage!
Das gemeinsame Medinetz-Wochenende am Edersee hat tolle Eindrücke, neue Ideen und frische Energie für künftige Projekte und unsere tägliche Medinetzarbeit geliefert.
Wer kennt es nicht: Im Alltag bleiben immer ein paar Themen auf der Strecke. So schaffen auch wir es nicht, in unserem wöchentlichen Plenum alle Ideen und Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten. Auch ist es immer schön, sich als Gruppe besser kennenzulernen. Perfekt war dafür dieses Wochenende am Edersee mit tollem Austausch, ein paar Herbstspaziergängen und einigen Tassen Tee.
Wenn ihr Interesse habt, bei uns mitzumachen, meldet euch gerne über unsere Mailadresse (info@medinetz-marburg.de) oder kommt zu unserem wöchentlichen Plenum, immer am Dienstag um 20 Uhr im Teehäuschen an der Lutherkirche (Lutherischen Kirchhof 1). Wir freuen uns auf euch!
In Hessen leben viele Menschen ohne geregelte oder ausreichende Krankversicherung.
Darunter sind Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, Asylsuchende, EU Bürger:innen, sowie deutsche Staatsbürger:innen ohne Krankenversicherung. Papierlose Menschen gehen mit jedem Ärzt:innenbesuch das Risiko ein, beim Sozialamt und folglich der Ausländerbehörde gemeldet zu werden. Durch die ständige Angst vor Entdeckung und Abschiebung werden sie dadurch konsequent aus unserem Gesundheitssystem ausgeschlossen. Die Folgen einer somit unzureichenden medizinischen Versorgung sind für die Betroffenen enorm und reichen von einer Verschlimmerung der Erkrankung bis hin zum Tod.
Gesundheit ist ein Menschenrecht.
Obwohl sich Deutschland in internationalen Abkommen zur Verwirklichung des Rechts auf Gesundheit verpflichtet hat, wächst die Zahl derer mit eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem stetig. Derzeit ermöglichen Medinetze papierlosen Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung. Als Vermittlungsstellen arbeiten in Hessen die Medinetze Gießen und Marburg in einer notdürftigen Parallelstruktur, die auf ehrenamtlichem Engagement basiert. Diese Situation können und wollen wir nicht aufrechterhalten und streben daher die Versorgung papierloser Menschen in staatlich geregelten Strukturen an: Die Medinetze Marburg und Gießen fordern hiermit die Einführung des Anonymen Behandlungsscheins und Clearingstellen in Hessen (ABSH).
Der Anonyme Behandlungsschein Hessen stellt einen vertraulichen Zugang zum Gesundheitssystem für papierlose Menschen dar. Mit diesem Dokument ist eine Behandlung durch reguläre Ärzt:innen möglich. Das Konzept Anonymer Behandlungsschein ist in anderen Bundesländern (z.B. Thüringen) bereits erfolgreich. Wir beabsichtigen die Implementierung unseres Konzeptes zum Anonymen Behandlungsschein und Clearingstellen in Hessen durch den aktuellen Landtag.
Unterstütze uns, indem du das Thema sensibel weiter verbreitest – Vielen Dank! Eure Medinetze Marburg und Gießen